Endlich ist es soweit. Emma ist von ihrer Winterplane befreit, hat eine neue TÜV Plakette, der Frischwassertank und die Leitungen wurden gereinigt. Alles was Mensch und Tier auf Reisen so braucht wurde eingepackt - und dann geht es endlich los.
Es ist 10 Uhr am Mittwochmorgen als es zu regnen beginnt und Emma sich in Bewegung Richtung Norden setzt. Wir beginnen die Saison 2026 mit einem Trip nach Dänemark. Wie so oft gibt es keinen konkreten Plan. Unser Etappenziel ist es, die Elbe bei Hamburg zu überqueren und dann die Route über Husum Richtung Esbjerg zu nehmen. Über die A43 geht es in Münster auf die A1. Doch der Staugott hält für uns eine ungeplante Pause bereit. Kurz vor Bremen fahren drei LKW ineinander. Die Autobahn wird gesperrt und wir verbringen 1,5 Stunden an Ort und Stelle. Naja, wann hat man schon einmal Gelegenheit mit den Hunden auf der Autobahn Gassi zu gehen. Nach der Zwangspause geht es ohne nennenswerte Störungen weiter. Wir wechseln auf die A7 und fahren durch den Elbtunnel. Etwas später nehmen wir die A23 Richtung Husum.
Unser Nachtquartier schlagen wir auf dem Wohnmobilstellplatz an der Elbe in Brokdorf auf. Für 10 € gibt es einen ebenen Stellplatz mit WC. Duschen kostet 2 € und Strom pro kW 1 €. Man braucht 1€ oder 2€ Münzen zum Duschen und für die Stromversorgung. Der Platz ist ruhig, liegt direkt hinter dem Deich. Gassirunden entlang der Elbe sind kein Problem. Er Wind bläst käfig und rüttelt an Emmas Hülle. Der Wind macht die 7 Grad Außentemperatur sehr unangenehm. Auch unseren Fellnasen finden den Wind etwas guselig. Der Platz ist nur spärlich mit 6 Mobilen belegt.
Die Nacht war stürmisch und Emma hat ordentlich gewackelt. Als wir gerade mit den Hunden auf der Morgenrunde waren, ging ein kräftiger Hagelschauer über uns nieder. Dazu gab es stürmischen Wind. Nach dem Frühstück erschien die Sonne am Himmel und blieb uns den ganzen Tag erhalten. Nach einer extra Trainingsrunde für Skye ging es auf den Weg nach Ribe. Zuerst fahren wir zurück zur A23 in Richtung Husum. Am Autobahnende bleiben wir auf der B5 bis zur dänischen Grenze. Wir bleiben über Nacht auf dem Stellplatz Kammerslusen in Ribe. Wir kennen den Platz schon von einer vorherigen Tour, aber diesmal stehen wir allein auf weiter Flur. Man kann einen Stellplatz online buchen und bekommt den Zugangscode zur Schranke und dem Waschhaus per SMS zugesandt. Auch das Freischalten der Stromversorgung passiert online. Für die Nacht inklusive Duschen und Elektrizität zahlen wir etwa 29 €. Das Waschhaus hat zwei Familienbäder mit WC, zwei Duschen und zwei Waschtischen. Alles ist super sauber und gepflegt. Die Hunde toben ausgelassen auf den Salzwiesen, die gegenüber dem Stellplatz liegen. Ans Meer kommt man von hier nur mit dem Boot, durch die Kammerslusen, eine kleine Schleuse für Sportboote. Am Platz gibt es auch ein Restaurant. Wir sind in dieser Nacht die einzigen Gäste.
Nach ruhiger Nacht, entspannter Morgenrunde und gemütlichem Frühstück fahren wir weiter zum Leuchtturm von Blavand. Dort drehen wir bei herrlichem Sonnenschein eine Runde mit unseren Fellnasen am Strand. Dann parken wir unsere Emma in Blavand am Friedhof. Schräg gegenüber ist ein Bäcker, bei dem wir uns auf dem Rückweg mit leckerem Gebäck versorgen. Aber erst gehen wir shoppen. Vor dem Bäcker besuchen wir noch den Fischladen und decken uns mit Räucherlachs und frischem Dorsch ein. Dann fahren wir nach Vejers Strandcamping. Wir genießen einen tollen, sonnigen Tag, und verputzen den gebratenen Dorsch...
Der Campingplatz liegt in den Dünen, direkt am Strand in der Nähe eines Truppenübungsgeländes. Das Militär hat derzeit Osterferien. Die Parzellen sind großzügig, haben einen Frischwasseranschluss und die Sanitäreinrichtungen zählen zur Spitzenklasse. Durch die Dünen können wir super mit unseren Fellnasen stromern. Der Strand kann mit Fahrzeugen befahren werden. Natur und Technik haben ihren Preis. Zu den Ostertagen ziehen die Preise deutlich an. Wir zahlen im Durchschnitt 52 € pro Tag für Stellplatz, zwei Erwachsen mit Hund und Strom.
Nach einer verregneten Nacht scheint wieder die Sonne vom Himmel. Die Höchsttemperatur beträgt 6 Grad. Dennoch können wir am Nachmittag einige Zeit windgeschützt in der Sonne sitzen. Wir decken uns, beim örtlichen Imker, mit dänischem Sommerhonig ein. Ansonsten freuen sich Mensch und Tier über einen sonnigen Tag am Meer.
Auch am nächsten Tag scheint die Sonne bis zum Nachmittag. Wir bummeln beim Start in den Tag. Mittags machen wir einen Spaziergang zum Strand. Dort sind Strandsurfer mit ihren Buggys unterwegs. Der Campingplatz füllt sich am Nachmittag langsam und am Abend beginnt es zu regnen und es weht ein strammer ungemütlicher Wind bei 5 Grad. Es ist halt immer noch März...
Es regnet und stürmt die ganze Nacht, doch bei der Morgenrunde kommt wieder die Sonne zum Vorschein. Wir beschließen, unseren Stellplatz auf Vejers Strandcamping bis nach Ostern zu verlängern. Wir haben hier ideale Bedingungen, um mit den Hunden zu gehen und zu trainieren. Unser Stellplatz liegt direkt an einem Ausgang in die Dünen. Wir müssen nur zwei Dünen überqueren und sind am Strand. Das Dünengebiet ist so weitläufig, dass man anderen Hundebesitzern gut aus dem Weg gehen kann.
Am Nachmittag machen wir einen Ausflug nach Blavand und sind entsetzt, wie voll es hier mittlerweile ist. Es gibt kaum noch Parkplätze, erst recht nicht für ein 7 Meter Wohnmobil. In einer kleinen Seitenstraße finden wir dann doch noch ein Plätzchen für unsere Emma und können so das Nötigste einkaufen. Am Fischladen ist auch ein Restaurant und wir nutzen die Gelegenheit für ein spätes Mittagessen. Der Tag geht sonnig zu Ende.
In der Nacht ist der Wind wieder aufgefrischt und hat an Emma gerappelt. Am Morgen war es erst wolkig, mittags löste die Sonne die Wolken auf und bescherte uns einen weiteren schönen Sonnentag. Devil hat ein entzündetes Auge, vermutlich vom Wind, der den Sand aufwirbelt. Deshalb bleiben wir mit den Hunden im Schatten der Dünen. Für sein Auge bekommt der arme Kerl Augentropfen.
Heute bleibt die Sonne hinter dichten Wolken versteckt. Dafür ist der kalte Wind verschwunden. Wir machen einen Ausflug nach Hvide Sande, wo wir im vergangenen Jahr in einem Ferienhaus Weihnachten verbracht haben. Die Strecke ist etwa 40 km lang. Wir kennen daher den kleinen Parkplatz am Bjergeborg Strand. Hier ist Platz für Emma. Nach einem ausgiebigen Spaziergang am Strand parken wir unsere Emma am Hafen, im Zentrum von Hvide Sande. Dort gibt es einen Stellplatz für Wohnmobile. Bezahlen muss man nur für die Nacht. Also gehen wir bummeln und gönnen uns Fisch & Chips.
Zu den Ostertagen ist der Campingplatz gut gefüllt. Am Strand ist ordentlich Betrieb. Das Wetter meint es gut mit uns, wenn man mit 6 Grad Tagestemperatur zufrieden ist. Es weht meist ein stramme Wind. An einem Tag fliegt der Sand in den Dünen so heftig, dass Spaziergänge kaum möglich sind. Wir flüchten daher in das an den Platz grenzende Naturschutzgebiet. Im dortigen See nimmt Snickers erst einmal ein Bad.
Wir machen wegen des Trubels einen weiteren Ausflug nach Hvide Sande und genießen die Sonne.
Wie jeder Urlaub nimmt auch diese Tour ein Ende. Dienstag nach Ostern machen wir uns auf den Heimweg. Wir legen noch einen Stopp bei Osteecamping-Oehe ein, bevor wir am Mittwochabend wieder zuhause ankommen.
Es war ein gelungener Start in die Saison 2026. Das Wetter war überwiegend sonnig mit steifem Wind und 6 Grad. Die Winterjacke war Pflicht. Mensch und Hund sind gut erholt und bereit für die kommenden Herausforderungen.


























